16.01.2017 | 18:07


 


Die Windsbraut

Wild ergriff sie meine Seele
Und schmiss sie durch die Gegend
Sie jagte sie durch Wies und Feld
Sie war richtig belebend.

Sie zog und zerrte, drückte mich
Ich lehnte, kämpfte, wehrte mich
Wir trieben so unser Spielchen.

Sie schlüpfte in mein Hemd hinein
Blähte es auf und ließ es sein
Es war ein wildes Treiben.

Erst greif ich dich, dann küss ich dich
Die Lust ist reif, ergebe dich
Jetzt werde ich dich freien.

Sie sauste, brauste übers Land
Ich griff vergebens mit der Hand
Konnte ich sie nicht greifen.

Sie stürmte kreischend in den Wald
Das Herz wurde mir schaurig kalt
Ich sah die Bäume wiegen.

Csaba J. Cserép

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XIX«

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